sevdesk vs Lexware Office 2026: Welche Buchhaltung passt?

KI-Buchhaltung im Direktvergleich: Tarife, Funktionsumfang und Eignung für DACH-Berufsgruppen.

FlinKI Redaktion · Mai 2026

sevdesk und Lexware Office sind die zwei meistgenutzten Cloud-Buchhaltungs-Plattformen für Selbstständige und KMU im deutschsprachigen Raum. Beide haben in den letzten Jahren stark in KI-Automatisierung investiert, beide bieten DATEV-Anbindung und Steuerberater-Cockpits, beide sind monatlich kündbar.

Auf den ersten Blick wirken sie austauschbar. In der Praxis unterscheiden sie sich aber deutlich bei Funktionsverteilung über die Tarife, bei der Mobile App, bei Integrationen und bei einem entscheidenden Punkt: Nur Lexware Office bietet eine integrierte Lohnabrechnung als Zusatzmodul. sevdesk verzichtet komplett auf Lohn.

Dieser Vergleich nimmt beide Tools mit Stand Mai 2026 auseinander und liefert eine klare Empfehlung je nach Zielgruppe. Für Österreich-Anwender:innen gibt es einen eigenen Abschnitt, weil beide Tools dort Schwächen haben.

🧾
sevdesk
Cloud-Buchhaltung mit KI-Belegerkennung, DATEV-Export, deutsches Hosting
★★★★☆4.3
ab 11,90 €/Monat
VS
📊
Lexware Office
Cloud-Buchhaltung mit „automagic"-KI, Lohn-Zusatzmodul, TÜV-Rheinland-zertifiziert
★★★★☆4.4
ab 7,90 €/Monat zzgl. MwSt.

Beide Tools im Schnellüberblick

sevdesk

  • Anbieter: Sevenit GmbH, Offenburg/Berlin
  • Eigentümer seit Februar 2025: Cegid (französischer ERP-Konzern, Übernahme rund 400 Mio. €)
  • Über 150.000 aktive Gründer und Selbstständige
  • Testsieger Buchhaltungssoftware 2026 bei fuer-gruender.de (Note 1,1)
  • Stärken: moderne Mobile App, viele E-Commerce-Integrationen, viele Rechnungsarten schon im günstigen Tarif
  • Schwächen: keine integrierte Lohnabrechnung, kein RKSV für österreichische Barumsätze, 24-Monats-Lock-in für Bestpreise

Lexware Office

  • Anbieter: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg
  • Haufe Group, über 35 Jahre am Markt, mehr als 400.000 Kunden
  • Über 50.000 Steuerberater nutzen das integrierte Cockpit aktiv
  • Testurteil 2026 bei fuer-gruender.de: Note 1,2 (knapp hinter sevdesk)
  • Stärken: integrierte Lohnabrechnung als Zusatzmodul, längste Testphase (30 Tage mit XL-Vollumfang plus Lohn-Modul), TÜV-Rheinland-zertifiziert und GoBD-testiert
  • Schwächen: kleinere App, weniger Rechnungsarten in günstigen Tarifen, weniger E-Commerce-Integrationen

Funktionen im Direktvergleich

Kriterium sevdesk Lexware Office Tendenz
Kostenlos-Tarif (dauerhaft) Ja, bis zu 3 Rechnungen pro Monat Nein sevdesk
Testphase 14 Tage Vollzugang 30 Tage XL + Lohn-Modul Lexware Office
Anzahl Tarifstufen 4 (Kostenlos / Rechnung / Buchhaltung / Buchhaltung Pro) 4 (S / M / L / XL) Patt
Mobile App Highlight, Belegscan und Rechnungserstellung mobil voll nutzbar Vorhanden, aber funktional reduzierter sevdesk
KI-Belegerkennung OCR plus semantische Klassifikation, lernt aus Nutzerkorrekturen „automagic"-Engine, über 91 % Akzeptanzrate auf SKR 03/04-Vorschläge, lernt global und individuell Lexware Office
Rechnungsarten Fremdwährungs-Rechnungen, Abrechnungsgutschriften, Projekt-/Zeitabrechnung schon ab Rechnungstarif EU-Rechnungen, Abschlagsrechnungen, englische Rechnungen und XRechnung erst ab XL sevdesk
E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) Voll unterstützt, beide Formate Voll unterstützt seit Januar 2025, beide Formate Patt
DATEV-Anbindung Nativ integriert plus Steuerberater-Cockpit Nativ integriert plus Addison OneClick und Agenda Lexware Office
Steuerberater-Cockpit Self-Service-Zugang Über 50.000 aktive Kanzleien, BWA, Buchungsjournal, DATEV Cloud Services Lexware Office
Lohnabrechnung Nicht im Programm, externer Anbieter nötig Zusatzmodul Lexware Lohn und Gehalt ab 12,90 €/Monat Lexware Office
Public API Ab Buchhaltung Pro Ab XL Patt
E-Commerce-Integrationen Über 50 (Shopify, WooCommerce, Stripe, PayPal, Billbee, Amazon) Weniger umfangreich, Fokus auf Banking und DATEV sevdesk
Multibanking Über 4.000 Banken und Neobanken Über 4.000 Banken und Neobanken Patt
Kassenbuch Ja, integriert Ja, ab L-Tarif Patt
GoBD-Testierung ISO-Zertifizierungen 27001 und 27018 GoBD-Testierung durch unabhängige WPG seit 2016 plus TÜV Rheinland Lexware Office
Mehrmandantenfähigkeit Bedingt möglich über separate Accounts Nicht vorhanden sevdesk
Mindestvertragslaufzeit für Bestpreise 24 Monate für Aktionspreise Keine, monatliche Kündbarkeit Standard Lexware Office

Hinweis: Die Tabelle ist keine Stern-Wertung, sondern eine Direktgegenüberstellung. Welche Kriterien wirklich zählen, hängt vom Use-Case ab — siehe Sektion „Wann sevdesk, wann Lexware Office".

Preise im Vergleich

Stand Mai 2026. Alle Preise netto. Aktionspreise schwanken regelmäßig, bitte vor Vertragsabschluss auf den jeweiligen Anbieter-Seiten verifizieren.

sevdesk:

Tarif Monatlich 12 Monate 24 Monate (Aktion)
Kostenlos 0 € 0 € 0 €
Rechnung 11,90 €/Mo 9,90 €/Mo 8,90 €/Mo
Buchhaltung 25,90 €/Mo 15,90 €/Mo 12,95 €/Mo
Buchhaltung Pro 34,90 €/Mo 21,90 €/Mo 17,45 €/Mo

Die 24-Monats-Preise oben sind aktuell befristete Aktionspreise. Regulär kosten Buchhaltung 19,90 €/Mo und Buchhaltung Pro 27,90 €/Mo in der 24-Monats-Laufzeit. Der Kostenlos-Tarif erlaubt bis zu drei Rechnungen pro Monat und ist dauerhaft ohne Fixkosten nutzbar.

Lexware Office:

Tarif Listenpreis monatlich Neukunden-Rabatt
S 7,90 €/Mo −50 % in den ersten 3 Monaten
M 12,90 €/Mo −50 % in den ersten 3 Monaten
L 21,90 €/Mo −50 % in den ersten 3 Monaten
XL 32,90 €/Mo −50 % in den ersten 3 Monaten
Lohn und Gehalt (Zusatzmodul) ab 12,90 €/Mo je nach Mitarbeiterzahl

Lexware Office variiert die Listenpreise gelegentlich. Die hier angegebenen Werte entsprechen dem Stand des FlinKI-Reviews. Für Gründer bietet Lexware Office über Partnerseiten teilweise sechs Monate kostenlosen XL-Zugang an.

Rechenbeispiel Solo-Selbstständiger mit grundlegender Buchhaltung über zwei Jahre:

  • sevdesk Buchhaltung 24-Monats-Aktion: 12,95 € × 24 Monate = 310,80 €
  • Lexware Office L 24 Monate: 21,90 € × 24 Monate = 525,60 € (mit 50-%-Neukunden-Rabatt auf 3 Monate sind es 492,75 €)

Bei reiner Buchhaltung ohne Lohn liegt sevdesk in der 24-Monats-Betrachtung deutlich günstiger. Wer Lohnabrechnung dazu braucht, kehrt das Bild: sevdesk hat das schlicht nicht.

DSGVO und Datenschutz im Vergleich

Kriterium sevdesk Lexware Office
Anbieter-Sitz Offenburg und Berlin, seit Februar 2025 Cegid-Tochter (Frankreich) Freiburg, Haufe Group (Deutschland)
Serverstandort Deutschland AWS Frankfurt am Main, Deutschland
Zertifizierungen ISO 27001, ISO 27018 TÜV Rheinland, GoBD-Testierung IDW PS 880, ISO 27001, PCI DSS, BSI C5
AVV verfügbar Ja, im Account abrufbar Ja, im Account abrufbar
Trainings-Opt-out (KI) Standard kein Training auf Kundendaten Standard kein Training auf Kundendaten
E-Rechnung GoBD-konform Ja Ja, formal testiert
DSGVO-Score (FlinKI) 9,3 / 10 9,5 / 10

Beide Tools sind für deutsche und österreichische Steuerberater-Mandanten DSGVO-rechtlich tragbar. Lexware Office hat durch die TÜV-Rheinland-Zertifizierung und die formale GoBD-Testierung den dokumentationsstärkeren Auftritt, was bei Datenschutzfolgenabschätzungen und internen Audits Aufwand spart. sevdesk ist seit der Cegid-Übernahme rechtlich Teil einer französischen Konzernstruktur, was für Verfechter strikter DACH-Eigentümerschaft eine Erwägung sein kann (siehe weiterführend DSGVO-konforme KI-Tools Österreich und AVV bei KI-Anbietern).

Österreich-Hinweis: Beide Tools sind für rein digitale Belegworkflows in Österreich nutzbar (UStVA, EÜR, BWA, Pendelakte). Keines der beiden Tools ist nach RKSV zertifiziert. Wer als österreichischer Betrieb über die Umsatzgrenze von 15.000 € Jahresumsatz mit mindestens 7.500 € Bargeldumsatz kommt, braucht zusätzlich eine RKSV-konforme Registrierkasse. Wer BMD-, RZL- oder andere AT-Kanzlei-spezifische Schnittstellen erwartet, findet die bei keinem der beiden Tools standardmäßig (siehe Lexware Office vs Finmatics für AT-taugliche Alternativen wie Finmatics mit BMD/RZL-Export).

Wann sevdesk, wann Lexware Office

sevdesk passt für:

  • E-Commerce-Händler mit Shopify-, WooCommerce-, Stripe- oder Amazon-Anbindung, die ihre Buchhaltung möglichst automatisiert an Bestell-, Zahlungs- und Versandprozessen einhängen wollen
  • Solo-Selbstständige und Freelancer mit Fremdwährungs-Rechnungen oder internationaler Kundschaft, weil sevdesk Fremdwährung schon ab dem Rechnungstarif kann (bei Lexware Office erst ab XL)
  • Projekt- und Zeit-basierte Dienstleister (Agenturen, IT, Coaches), die Stunden pro Projekt tracken und direkt abrechnen wollen
  • Mobile-First-Nutzer:innen, die Belege primär per Smartphone-App scannen und gelegentlich am Laptop nur freigeben
  • Gründer und Mikro-Selbstständige, die zunächst den Kostenlos-Tarif für die ersten Monate nutzen wollen (bis zu drei Rechnungen pro Monat dauerhaft frei)

Lexware Office passt für:

  • Steuerberater-Mandanten, deren Kanzlei das Lexware Office Cockpit nutzt (über 50.000 Kanzleien in DACH, hohe Wahrscheinlichkeit dass die eigene Kanzlei dabei ist — kurz nachfragen)
  • KMU mit fünf bis fünfzig Mitarbeiter:innen, die Lohnabrechnung mit der Buchhaltung verbinden wollen (Lohn und Gehalt als Zusatzmodul ab 12,90 €/Mo)
  • Buchhaltungs-intensive Betriebe mit fünfzig bis dreihundert Eingangsbelegen pro Monat, die von der schnellen Belegbuchung (200 Buchungen mit einem Klick) und der „automagic"-Engine profitieren
  • Betriebe und Steuerberater, die eine formale GoBD-Testierung und TÜV-Rheinland-Zertifizierung als Audit-Argument brauchen
  • Wer eine längere Testphase will (30 Tage XL plus Lohn-Modul ohne Kreditkarte) und sich nicht in eine 24-Monats-Bindung pressen lassen will

Beide schwächeln bei:

  • Österreichische Betriebe mit Bargeldumsätzen über RKSV-Grenze, bei denen eine zertifizierte Registrierkasse zwingend ist
  • Kanzleien mit hohem Belegvolumen pro Mandant (Tausende Belege pro Monat), wo eine trainierbare KI wie Finmatics und Mehrmandantenfähigkeit gefragt sind
  • Bilanzierungspflichtige Unternehmen mit komplexer Konzernstruktur, die mehr brauchen als SaaS-Standard-Buchhaltung

Fazit

Wer keine Lohnabrechnung braucht und Wert auf moderne App, viele Shop-Integrationen und niedrige laufende Kosten legt: sevdesk. Der dauerhaft kostenlose Tarif für sehr kleines Volumen plus die 24-Monats-Aktion auf Buchhaltung und Buchhaltung Pro machen das Tool für Solo-Selbstständige und E-Commerce-Händler zur naheliegenden Wahl. Die fuer-gruender.de-Note 1,1 als Testsieger 2026 untermauert das.

Wer Lohnabrechnung mit der Buchhaltung verbinden will oder dessen Steuerberater bereits Lexware Office aktiv nutzt: Lexware Office. Die größere Tarifspanne, die GoBD-Testierung und der Lohn-Zusatzmodul-Pfad sind die klaren Differenzierer. Auch wer eine längere Testphase ohne Vertragsbindung will, ist hier besser aufgehoben.

Für Steuerberater-Mandanten ist die wichtigste Frage: Welches Tool nutzt die eigene Kanzlei? Beide Tools liefern saubere DATEV-Daten, aber die direkte Cockpit-Integration funktioniert nur, wenn Kanzlei und Mandant dasselbe Tool im Hintergrund haben.

Für österreichische Betriebe gilt: Beide sind brauchbar für reine B2B-Workflows ohne Bargeld. Wer Bargeldumsatz hat oder BMD-/RZL-Export für die Kanzlei braucht, muss zusätzlich oder ersatzweise eine AT-native Lösung (everbill, ProSaldo, BMD, RZL) einsetzen.

Beide Tools sind nicht für hochvolumige Kanzleien mit Tausenden Belegen pro Mandant gedacht. Dort ist Finmatics die andere Liga — siehe Lexware Office vs Finmatics.

Hinweis: Alle Angaben basieren auf eigener Recherche (Stand: Mai 2026). Preise, Funktionen und Datenschutzbedingungen können sich jederzeit ändern. Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Dieser Artikel stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Siehst du einen Fehler? Schreib uns.

Häufige Fragen zu sevdesk vs Lexware Office

Was ist der größte Unterschied zwischen sevdesk und Lexware Office?
Lexware Office bietet eine integrierte Lohnabrechnung als Zusatzmodul ab 12,90 € pro Monat. sevdesk hat keine Lohnabrechnung im Programm. Wer Lohn integriert haben will, kommt an Lexware Office nicht vorbei. Wer keine Lohnabrechnung braucht und stattdessen viele Shop-Integrationen und eine starke Mobile App will, ist mit sevdesk besser bedient.
Welches Tool ist günstiger?
Bei reiner Buchhaltung ohne Lohn ist sevdesk in der 24-Monats-Betrachtung günstiger. Buchhaltung im Aktionspreis kostet 12,95 € pro Monat über 24 Monate. Lexware Office L kostet regulär 21,90 € pro Monat. sevdesk bietet zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Tarif für bis zu drei Rechnungen pro Monat. Lexware Office hat dafür eine längere Testphase (30 Tage statt 14).
Welches Tool eignet sich besser für Steuerberater-Mandanten?
Beide bieten DATEV-Anbindung und ein Steuerberater-Cockpit. Lexware Office ist mit über 50.000 aktiven Kanzleien das verbreitetere Tool und unterstützt zusätzlich Addison OneClick und Agenda. sevdesk hat ebenfalls ein vollständiges Self-Service-Portal und liefert saubere DATEV-Exporte. Praktische Empfehlung: Vor der Tool-Wahl die eigene Kanzlei fragen, welches Tool dort genutzt wird. Der direkte Cockpit-Zugang funktioniert nur tool-identisch.
Welches Tool eignet sich für E-Commerce-Händler?
sevdesk hat die deutlich tieferen E-Commerce-Integrationen: über 50 Schnittstellen zu Shopify, WooCommerce, Stripe, PayPal, Billbee und Amazon. Lexware Office ist hier schwächer aufgestellt, der Fokus liegt auf Banking und DATEV. Für Online-Händler im DACH-Raum ist sevdesk in der Regel die naheliegende Wahl. Zur Beleg-Aggregation aus den Shops empfiehlt sich zusätzlich [GetMyInvoices](/tools/getmyinvoices).
Sind beide Tools DSGVO-konform?
Ja. Beide hosten Daten auf deutschen Servern, beide haben ISO 27001 und einen AVV nach Artikel 28 DSGVO. Lexware Office hat zusätzlich TÜV-Rheinland-Zertifizierung und eine formale GoBD-Testierung durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (IDW PS 880). FlinKI-DSGVO-Score: Lexware Office 9,5, sevdesk 9,3. Beide Tools sind für DACH-Mandanten rechtlich tragbar.
Können österreichische Selbstständige beide Tools nutzen?
Beide funktionieren für rein digitale B2B-Workflows ohne Bargeldumsatz (UStVA, EÜR, BWA). Keines der beiden Tools ist nach RKSV zertifiziert. Wer als österreichischer Betrieb über die Umsatzgrenze von 15.000 € Jahresumsatz mit mindestens 7.500 € Bargeldumsatz kommt, braucht eine zusätzliche RKSV-konforme Registrierkasse. Wer BMD- oder RZL-Export für die Kanzlei braucht, findet das bei keinem der beiden Tools.
Welches Tool hat die bessere KI-Belegerkennung?
Lexware Office wirbt mit der „automagic"-Engine und einer Akzeptanzrate der Buchungsvorschläge von über 91 Prozent auf SKR 03/04. Die KI lernt sowohl global aus über 400.000 Kunden als auch individuell. sevdesk nutzt ebenfalls OCR mit semantischer Klassifikation und lernt aus Nutzerkorrekturen. In Praxis-Tests liegen beide nah beieinander, Lexware Office ist marketing-seitig prominenter, sevdesk pragmatischer.
Kann ich von sevdesk zu Lexware Office wechseln (oder umgekehrt)?
Ja, beide Tools bieten Datenexport und Datenimport. Ein Wechsel ist möglich, erfordert aber Planungsaufwand: Stammdaten (Kunden, Artikel) sind leicht zu migrieren, historische Buchungen werden in der Regel über den DATEV-Export beim Steuerberater archiviert, nicht im neuen Tool importiert. Den Wechsel am besten zum Jahreswechsel planen und mit der Kanzlei abstimmen.
Welches Tool ist besser für Bilanzierer und große KMU?
Keines der beiden ist als Vollersatz für ein klassisches ERP oder eine Desktop-Buchhaltung wie Lexware Buchhaltung gedacht. Beide richten sich an Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen bis ungefähr 50 Mitarbeitende. Für komplexere Bilanzierungsanforderungen oder Konzernstrukturen ist eine Lösung wie DATEV Kanzlei-Rechnungswesen plus eine größere Buchhaltung passender.